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Copyright: Heinrich Huber, Mödling

INHALTSVERZEICHNIS:

       Expedition Training 2001 in Rumänien
       RUMÄNIEN 2002
       RUMÄNIEN 2003

Es ist Freitag, der 27.April 2001. Ich surfe im Internet noch schnell zur Wetterseite. Für Samstag Nachmittag sind im Raum OREDA leichte Wolken zu erwarten.
Herrlicher Sonnenschein begleitet unseren Konvoi von Göttlesbrunn über die E60 nach Ungarn und weiter über die Autobahnen M1 (Südumfahrung Pudapest) und E75 auf die Schnellstraße E60. Der Hilux von Andreas und Klaudia läuft nun einwandfrei und Andreas übernimmt die Führung. Ich bilde das Schlusslicht und bewundere im Rückspiegel den herrlichen Sonnenuntergang. Unser Fahrt bis Rumänien wird nur durch einen Blitz (Radar) und ca. 2 mal 1 Stunde Grenzaufenthalt gebremst. Nach ca. 10 Stunden erreichen wir gegen 1 Uhr unser erstes Nachtlager.

Die 10 Km bis BEIUS, unser Treffpunkt in Rumänien mit Georg, Joe und Severin, ist für mich faszinierend. Uns begegnet ein Konvoi von Planenwagen. Mein erster Eindruck von Rumänien in Stichworten: sauber, aufgeräumt, zufriedene und freundliche Menschen.

Der PUCH G von Georg muss noch eine Reifenreparatur über sich ergehen lassen. Wir fahren schon mal Richtung Osten, Pferde und Kühe laufen ohne Begleitung auf der Straße - faszinierend.

Der erste Hohlweg verschafft uns dann einiges an körperlicher Bewegung: Bergegurte tragen, Seilverankerungen suchen etc.

Unser geplantes Ziel, einen See auf direktem Kurs zu erreichen, geben wir auf, da die zu überwindenden Berge ab ca. 1500 Höhenmeter verschneit sind. Zeitweise versinke ich bis zu den Oberschenkeln im Schnee. Herrliche Aussichten entschädigen aber für jede Sackgasse.

Ein weiterer Höhepunkt war die Restaurierung einer Verbindungsstraße und die Bewältigung einer saftigen Steilauffahrt. Diese Hürde schafft mein Landcruiser ohne Schramme. Danke Joe, du hast mich perfekt eingewiesen.
Hier treffen wir zum ersten Mal auf Menschen. Die Einladung in sein Haus müssen wir leider ablehnen. Wir sind eine zu große Gruppe.

Noch vor dem herrlichen Sonnenuntergang bäckt Andreas Fladenbrot nach TUAREG Art (Mehl und Wasser) Andreas fügt noch Salz und Anis bei.

In einer Grube wird der von Georg mitgebrachte Quarzsand eingebracht (dieser Vorgang ist in der Sahara nicht erforderlich). Darauf wird ein Lagerfeuer erzündet. Die Holzkohlenglut wird beiseite geschoben, das Fladenbrot auf den heißen Sand gelegt und mit der Glut bedeckt. Nach ca. 20 Minuten (Klopfprobe) wird das Brot gewendet. An den Rändern sollte keine Glut sein! Nach weiteren 20 Minuten wird das Fladenbrot abgeklopft und eventuell verbrannte Stellen entfernt. Mahlzeit! Köstlich! Dazu passt ein von Klaudia zubereiteter Tunfischsalat vorzüglich - auch Rotwein sollte nicht fehlen.

Am Montag führt uns Georg Richtung Westen. Zuerst über einen sehr schönen Serpentinenweg. Bald ist dieser Weg aber durch Geäst und umgefallene Bäume versperrt. Kein Grund zur Besorgnis, das Straßenräumkommando arbeitet schnell und gründlich (relativ).

Nach 2 Bachquerungen stellen wir fest, dass die Straße weggespült wurde. Reparaturzeit mindesten 1 Woche. Also beschließen wir im Bachbett zu fahren. Schnell werden einige Steine aufgeschlichtet um die größten Unebenheiten zu beseitigen. Hier weist mich Andreas ein und leitet mich Millimetergenau über die Felsen. Danke.
Joe verwendet einen großen Stein als Wagenheber. Beide Vorderräder baumeln hilflos in der Luft - zum trocknen ?

Die Bergung dauert ca. eine Stunde. Nach einer gemütlichen Mittagspause und einer schönen Fahrt durch bizarre Felsschluchten nimmt Georg noch eine "Abkürzung" zu unserem Nachtlager. Diese Abkürzung hat sich im wahrsten Sinn des Wortes "gewaschen". Nach ungefähr 800 m in einem steinigen Bachbett erreichen wir eine Hochebene. Eine saftige Wiese stoppt kurzzeitig unser flottes weiterkommen. Zuerst steckt Heinz, dann Andreas im Sumpf. Auch die steile Abfahrt in einem tiefen "V" Graben zu unserem letzten Nachlager verlangt einige Konzentration. Am Lagerfeuer genießen wir das Kesselgulasch und lassen die schönen Tage angenehm ausklingen.

Aus meiner Sicht war die als "Expedition Training" ausgeschriebene Ausfahrt ein voller Erfolg. Durch das am Anfang bewusst oder unbewusst herbeigeführte Chaos war das Kennenlernen der anderen Teilnehmer schnell möglich. Beim täglichen Briefing wurden dann Schwachstellen (ab und zu wurden wir von Klaudia auch gelobt !!) besprochen. Von Tag zu Tag war dann ein merklich schnelleres und reibungsloses fortkommen bemerkbar. Auch die Gruppendynamik war hervorragend. Das extreme Schönwetter war das Tüpfelchen auf dem i.

Nach dem Frühstück fahren Christian und ich sofort Richtung Oreda. Die Anderen besichtigen noch einige Bergwerksstollen. Wir erreichen Wien nach ca. 5 Stunden Fahrt (ab Oreda) und 40 + 50 Minuten Grenzaufenthalt um 0615.

RUMÄNIEN 2002

romania2k2a
Georg und Heinz nehmen eine Abkürzung. Eine kleine Steinstufe muss noch gemeistert werden.
Aber wir fahren doch, da es zurück auch nicht geht
romania2k2b
Der PUCH G von Georg muss noch einige Wasserfüllungen über sich ergehen lassen.

romania2k2c romania2k2d romania2k2e

Unsere Lachmuskeln wurden bei dieser Tour sehr beansprucht. Ich freue mich auf die nächste Ausfahrt.

RUMÄNIEN 2003

Das UNMÖGLICHE wurde MÖGLICH !!!
Durchgehende Nord-Süd Offroadverbindung zwischen Bucea (E60) und Halmagui (E79) erstmals geschafft.

Wie immer:
Keine Zeit für die Homepage aber viel Spass in Rumänien.
Anreise via Oradea auf der E60 Richtung Cluj.
Bei ca. 47°N verlassen wir die E60 und fahren in einem Korridor zwischen 22°37'25"E und 22°43'40"E Richtung Süden und erreichen die E79 bei ca. 46°15'N. Zugegeben, die Verbindung ist nicht einfach und die Autos bekamen einiges ab.
Der genaue Track kann via eMail angefordert werden und zeigt auch unsere "Wege" vom Rest der Reise.

Und gelebt haben wir auch nicht schlecht -:)


Mail an Autor: Heinrich.Huber@huweb.net    
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